[Rezension] Die vitalen Bedürfnisse der Toten - Igor Sachnowski

Mary Juana | 19 Februar 2013 | / / / / |

Igor Sachnowski
Fester Einband, 171 Seiten
Genre: Roman
Erschienen bei Reclam Leipzig, 2006
Originaltitel: Nasuscnye nuzdy umersich
ISBN: 978-3-379-00843-3


Inhalt

Ein poetischer und urkomischer Roman über die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens. Sie sind aus der Welt des Jungen Sidelnikow nicht wegzudenken: Rosa, die eigenwillige alte Jungfer, die auch nach ihrem Tod präsent ist; Lora, seine erste große Liebe, die zur ersten Enttäuschung wird, und die anderen liebenswert-kauzigen Charaktere in seiner Nähe. Igor Sachnowski erzählt meisterhaft von Mut und Trauer, Liebe und Heimat, Kindsein und Erwachsenwerden.

"Aus einer Kreisstadt in der Provinz zog eine Großcousine bei Lora ein. Mit ihren Löckchen und der grünlich-schwammigen Blässe ihrer Haut erinnerte sie Sidelnikow an einen Blumenkohl. Die Blumenkohlin hatte Arbeit im Lebensmittelkombinat gefunden... Wenn sie irgendwo saß, streckte sie gewöhnlich alle Glieder von sich und ließ ihre zehn fleischigen Finger und zehn dicken Zehen gleichzeitig wackeln."


Cover

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es ist rot und zeigt meines Erachtens nach vielleicht einen Laubhaufen. Zudem sieht man die Rückseite eines Schülers, der wahrscheinlich für den jungen Sidelnikow stehen soll. Die Schriften sind in orange und weiss gehalten, und passen recht gut zum rot des Hintergrundes.


Aufbau, Stil

Das Buch ist in 20 Kapitel gegliedert. Die Länge der Kapitel ist unterschiedlich, aber durchschnittlich 8-12 Seiten pro Kapitel.
Geschrieben ist die Geschichte in der Erzähler-Perspektive, aber ich hatte das Gefühl, dass Sidelnikow selbst der Erzähler ist.


Meine Meinung

Man begleitet Sidelnikow auf seinem Lebensweg. Angefangen im Kindesalter bis hin zum Erwachsenenalter.
Er verbringt nahezu jede Zeit bei Rosa, seiner Oma. Mit Ende der Schulzeit verliebt Sidelnikow sich in die Erwachsene Lora, seine erste große Liebe und später auch seine erste große Enttäuschung. 
Als Rosa stirbt, bleibt sie in den Träumen von Sidelnikow ziemlich vital und besucht ihn nahezu jeden Tag.

Mich hat gestört, dass ich trotz der Geschehnisse nicht wirklich in die Geschichte reingekommen bin. Ich kann nicht sagen, dass nichts passiert ist, aber es hat mich absolut nicht gefesselt. Es gab kurze Szenen, in denen man wirklich schmunzeln musste, weil sie kalt beschrieben wurden, aber dennoch urkomisch waren.  Trotzdem bin ich enttäuscht von dem Buch.


 Fazit

Ich persönlich fand die Geschichte langweilig. Das Buch ist mit seinen 171 Seiten wirklich kein dicker Wälzer, aber dennoch hab ich mich wirklich gequält, das Buch nicht abzubrechen.
Für mich eher ein Fehlkauf.


1 Kommentar:

  1. Huhu (:
    Du hattest bei Blog-Zug geschrieben, dass du dich anbieten würdest, mir einen Header zu basteln.
    Ich würde mich freuen, wenn du dich per Mail melden würdest, so dass wir alles besprechen können. (:
    Liebste Grüße
    Resaa

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